What’s it like? Nachlassverwalterin

Brigitte Mauch arbeitet seit über 20 Jahren als Galeristin und Nachlassverwalterin des Werkes ihrer Mutter, der Künstlerin Margret Hofheinz-Döring, in Göppingen. Nach dem Tod ihrer Mutter in den 1994 brach Frau Mauch ihr Kunstgeschichtsstudium ab, um den Nachlass Ihrer Mutter zu verwalten. Angefangen mit Inventarlisten in Buchform, über Karteikarten mit selbst entwickelter Magnetsortierung bis hin zur digitalisierten Nachlassverwaltung – Frau Mauch hat bereits alles mitgemacht. Sie sprach mit uns über ihre Arbeit.

Was ist Ihre Jobbezeichnung?

Nachlassverwalterin / Galeristin

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?

Das sehr umfangreiche Werk meiner Mutter, mit 9.000 Werken, zu registrieren und die Ausstellungen zu organisieren. Vor allem das Ordnen und Aktualisieren nimmt dabei viel Zeit in Anspruch. Darüber hinaus verbringe ich auch viel Zeit damit, Werbung zu machen. So versuche ich zum Beispiel mir ein Netzwerk bei Xing aufzubauen, in dem ich Kunstinteressierte anschreibe und den Kontakt halte. Zu den wichtigen Aufgaben gehört auch die Pflege meiner Homepage www.hofheinz-doering.de. Ab und zu wähle ich auch Werke für Auktionen aus.

Wie viel Zeit investieren Sie in die Verwaltung des Nachlasses Ihrer Mutter?

Die Galerie ist an vier Tagen in der Woche für sieben Stunden geöffnet. Das mache ich alleine. Beim Fotografieren hilft mir mein Mann. Aber einen Nachlass zu verwalten, beansprucht natürlich noch viel mehr Zeit.

1799-brigitte

Brigitte Mauch, 1962

Wie viele Ausstellungen organisieren Sie?

In meiner Galerie hängt eine Dauerausstellung ausschließlich mit den Werken von Margret Hofheinz-Döring, die mehrmals im Jahr geändert wird. Das geschieht aber ganz unsystematisch. Ich nehme dabei manchmal Bezug auf aktuelle Ereignisse oder suche Bilder aus, die zu einem bestimmten Motto passen. Neben der Ausstellung in der Galerie gibt es jährlich noch ca. ein bis zwei Ausstellungen in Fremdgalerien oder in Gemeindezentren und Rathäusern.

Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit schon Verrücktes oder Absurdes passiert?

Das kann ich so gar nicht beantworten. Es gibt aber immer wieder Leute, die zum Beispiel etwas geerbt haben und ihre Bilder verkaufen wollen. Das geht bei mir leider nicht. Hofheinz-Döring-Bilder schaue ich mir gerne an und fotografiere sie. Solche Gelegenheiten zur Aktualisierung des Werksverzeichnisses lasse ich mir nicht entgehen.

Rückblickend zu Ihren Anfängen, welchen Rat würden Sie sich selbst geben oder was würden Sie heute anders machen?

Das ist schwierig zu beantworten, da es ja ein Prozess ist und sich alles nach und nach entwickelt hat. Am Anfang war es natürlich schwer, weil es nicht einfach ist, die richtigen Leute nach Göppingen zu bekommen. Der Name und das Werk meiner Mutter sind zu wenig bekannt, weshalb ich zu Beginn auch andere Künstler vertreten habe.

Sind Sie in 5-10 Jahren immer noch Nachlassverwalterin und Galeristin?

Im Moment möchte ich noch nicht aufhören, aber ich versuche alles so zu organisieren, dass meine Arbeit weitergeführt wird, wenn ich es nicht mehr kann und damit das Werk meiner Mutter nicht vergessen wird. Hier in diesem Haus in Göppingen hat Margret Hofheinz-Döring lange gearbeitet, und das Haus soll als Hofheinz-Döring-Haus weiterhin eine Anlaufstelle für alle Interessenten sein.

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